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Ein Leben mit Muskeldystrophie Duchenne

Kevin ist 28 Jahre alt und arbeitet aktuell als Qualitätsmanager bei einem ambulanten Pflegedienst. Er ist mit einer Erkrankung geboren, die einen fortschreitenden Abbau seiner Muskulatur zur Folge hat. Die Diagnose wurde jedoch erst im Alter von 2 Jahren gestellt. Kevin ist seit 2019 auf Intensivpflege angewiesen und wird mittlerweile von der bipG in seinem eigenen zu Hause versorgt.

Die Suche nach der passenden Pflegeeinrichtung

Die Suche nach der richtigen Pflegeeinrichtung gestaltete sich für Kevin und seine Mutter als Herausforderung. Nach verschiedenen Erfahrungen, sowohl positiven als auch negativen, stießen sie Anfang letzten Jahres durch Eigeninitiative auf die bipG. Ihr vorheriger Pflegedienst konnte Kevins Versorgung nicht mehr gewährleisten. „Ich fühle mich bei der bipG gut aufgehoben und weiß, dass ich in guten Händen bin.“

Kevins Erfahrungen in einer Intensivpflege-WG

Über einen Zeitraum von drei Wochen wurde Kevin vorübergehend in einer Intensivpflege-WG versorgt, um seiner Mutter die Möglichkeit zu geben, seine schwerkranke Oma in Taiwan zu besuchen. Diese Zeit war für Kevin herausfordernd: „Für mich persönlich war es eine sehr schwierige Situation, vor allem aufgrund des ständigen Wechsels der Pflegekräfte und des ungewohnten Umfelds. Ich wusste daher schon immer, dass ich die Versorgung zu Hause vorziehe.“

Zusammenarbeit mit der bipG

Die 1:1-Versorgung durch bipG bietet Kevin die Freiheit und Unterstützung, die er braucht, um trotz seiner Erkrankung ein zufriedenes Leben zu führen. Die Möglichkeit, im vertrauten Umfeld zu bleiben und eine persönliche Bindung zu den Pflegekräften aufzubauen, ist für ihn von unschätzbarem Wert. „Als Klient in der Intensivpflege hat man bereits sehr mit seiner Erkrankung zu kämpfen. Daher sind es oft alltägliche Annehmlichkeiten, wie im gewohnten Umfeld bzw. in der gewohnten Routine zu bleiben, die einem helfen trotz einer solchen Erkrankung ein zufriedenes Leben zu führen.“ Daher ist ein harmonisches Miteinander für Kevin besonders wichtig: „Es muss vom Menschlichen zwischen mir und den Pflegekräften einfach passen, damit ein harmonisches Team entsteht.“

Ein Blick in Kevins Alltag

Ein typischer Alltag von Kevin ist vor allem durch seinen Job und seine Krankengymnastik strukturiert. „Ein gewöhnlicher Tag startet bei mir in der Regel gegen acht Uhr morgens. Nach meiner morgendlichen Routine beginnt um zehn Uhr mein Job aus dem Homeoffice.“ Nachmittags steht für Kevin anschließend die Krankengymnastik auf dem Programm, gefolgt von Zeit für sein Hobby: Videospielen. „Das Wochenende nutze ich dann natürlich zum Entspannen.“

Kevin ermutigt zu Mut und Aufklärung

Kevins Rat an andere Menschen in ähnlichen Situationen ist es, mutig den Herausforderungen des Lebens zu begegnen: „Natürlich ist jede Lebenssituation individuell, aber ich habe für mich gelernt, schwierigen Lebenssituation mutig entgegenzutreten und für ein gutes und zufriedenes Leben zu kämpfen.“ Kevin hat auch bereits mit der Osnabrücker Zeitung über seine Lebenssituation gesprochen und sieht dies als Chance, um Aufklärung zu betreiben und Menschen zu ermutigen, ihr Leben zu genießen: „Durch solche Gelegenheiten möchte ich auch die außerklinische Intensivpflege sichtbar machen und Verständnis für die damit verbundenen Herausforderungen schaffen. Es ist wichtig, über diese Themen zu sprechen, damit Verbesserungen möglich sind und jeder die Unterstützung erhält, die er braucht.“

Wir wünschen Kevin für seine Zukunft nur das Beste und freuen uns, dass unser Pflegedienst ihm so gut helfen kann.